Grüne und blaue Infrastruktur

Was sind grüne und blaue Infrastruktur?

„Grüne und blaue Infrastruktur“ – hinter dem planerischen schnöden Fachbegriff verbirgt sich nichts anderes als die Absicht, Pflanzen und Wasser in Ballungsräumen so einzusetzen, dass Städte besser gegen den Klimawandel und die daraus resultierenden Wetterextreme gewappnet sind.

Langanhaltende Hitzeperioden mit Rekordtemperaturen und Starkregen nehmen nämlich zu und stellen Stadtplaner vor große Herausforderungen. Auf der einen Seite heizen sich innerstädtische Flächen immer mehr auf, auf der anderen Seite nehmen Überschwemmungen deutlich zu und verursachen gerade in dicht bebauten Gebieten enorme Schäden.

Um dem entgegenzuwirken hat die Natur ein gutes Rezept: viel Grün und Wasser! Immer mehr Stadtplaner*innen berücksichtigen diese Komponenten beim Umbau von Städten.

Abwechslungsreiche Grünzüge und Wasserflächen helfen, Temperaturen zu senken und Kaltluft zu bilden, indem sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Grünflächen mindern Schadstoffe und dienen als Versickerungsflächen für Regenwasser. Außerdem tragen sie zur Artenvielfalt und Biodiversität bei.

Die grüne und blaue Infrastruktur ist aber nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus sozialer Sicht von Bedeutung. Grünzüge und Wasserflächen besitzen eine hohe Anziehungskraft, dienen der Bevölkerung zur Erholung und schaffen Raum für soziale Aktivitäten.

Auch finanziell wirkt sich der Einsatz von grüner und blauer Infrastruktur positiv aus. Statt teurer Baumaßnahmen, um etwa Plätze zu beschatten oder Regenwasser in Abwassersystemen aufwendig abzuführen, bieten sich Grün- und Wasserflächen als kostengünstige und effektive Methoden gegen die Auswirkungen des Klimawandels an.